Der Kreisjagdverband Bad Tölz blieb - ebenso wie die benachbarte Jagdkreisgruppe Wolfratshausen - bei der kommunalen Gebietsreform 1972 und bei Neubildung des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen als eigenständige Kreisgruppe des Landesjagdverbandes Bayern bestehen. Er repräsentiert knapp 80% der Jägerschaft des Altlandkreises Bad Tölz.

 Unsere jagdbare Fläche verteilt sich auf etwa 73.500 ha, wovon auf spezielle Rehwildflächen rd. 64.000 ha, auf spezielle Rotwildflächen rd. 47.000 ha und auf spezielle Gamswildflächen 30.000 ha entfallen. Von der Gesamtjagdfläche entfallen auf Gemeinschaftsjagdreviere (insg. 42 Reviere) rd. 43.000 ha, auf Eigenjagdreviere (insg. 19 Reviere) rd. 5.000 ha und auf Staatsjagdreviere rd. 25.500 ha. Revierpächter sind überwiegend einheimische Landwirte, ganz im Sinne des KJV, der die Bauernjagd im Isarwinkel fördert.

 Mehr als die Hälfte unseres Jagdgebietes - rund 44.000 ha - ist reine Waldfläche. Bei den Baumarten übersteigt bei der Waldverjüngung über Verbißhöhe der Laubholzanteil laut letztem forstlichen Gutachten den des Nadelholzanteils deutlich. Der Fichtenanteil, früher immer deutlich über 50%, ist auf 30% gesunken. Der Anteil an Edellaubholz erreicht nun bereits 34 %,  der Buchenanteil etwa 22 %.

 Der Altlandkreis Bad Tölz ist vom  Hochgebirge und seinen Vorbergen (rd. 63.000 ha) und damit durch Hochwildvorkommen und den Bergwald (Schutzwald- und Sanierungsflächen) geprägt. An Schalenwild wird Rot-, Gams- und Rehwild bejagt. Eine regionale Besonderheit ist das Steinwildvorkommen zwischen Brauneck und Benediktenwand.Im Bereich der Niederwildjagd wird neben dem Rehwild im Wesentlichen die Jagd auf denFuchs (starker Bestand und hohe Strecke) und die Stockente ausgeübt. Biotopbedingt ist der Hasenbestand bescheiden und wird deshalb weitgehend geschont.

 

Alle Revierinhaber (incl. Staatsforst) sind in fünf Niederwildhegegemeinschaften (Lenggries-Ost und -West, Bad Tölz-Ost und -West sowie Kochel) und für die Hochwildgebiete in der Hochwildhegegemeinschaft Isarwinkel organisiert. Für die Staatsforstreviere sind die Forstämter Bad Tölz und Mittenwald zuständig. Das ehemalige Forstamt Fall wurde 1997 aufgelöst und auf die obengenannten Forstämter „verteilt“.

 Seit 1999 unterhält der Kreisjagdverband ein eigenes Vereinsheim in der Alten Schießstätte in Bad Tölz, wo er u.a. auch seine Ausbildungslehrgänge zur Jägerprüfung abhält. (Hierzu Neuanmeldung beim Ausbildungsleiter). Für das Übungsschießen steht uns jeden Donnerstag von 16.oo-21.oo h der - unterirdische -Schießstand in Miesbach zur Verfügung (KJV-Beteiligung). Alljährlich wird eine Jagdhundebrauchbarkeitsprüfung angeboten. Das aktive Jagdhornbläsercorps des KJV begleitet uns durch alle Veranstaltungen und gestaltet insbesondere die alljährliche Hubertusmesse im November.

JW

 

 

Die bildhafte Gestaltung unserer Homepage verdanken wir unseren verstorbenen Mitgliedern

 Dr. Hugo Denk u. Dieter Wigand